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„Nur was Menschen kennen, können sie lieben.
Nur was Menschen lieben, werden sie schützen“

Baba Dioum, senegalesischer Ökologe

 

Der Tierpark Herborn ist ein Zoologischer Garten, zu dessen Leitbild die Umsetzung der vier Hauptaufgaben (Bildung, Natur- und Artenschutz, Forschung und Erholung), gehört.

 

„Der junge Mensch ... ist weitgehend ein triebbestimmtes Spielwesen. Er braucht deshalb seinesgleichen, nämlich Tiere, überhaupt Elementares: Wasser, Dreck, Gebüsch, Spielraum. Man kann ihn auch ohne das alles aufwachsen lassen, mit Teppichen, Stofftieren oder auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es – doch man sollte sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nie mehr erlernt …“

MITSCHERLICH, 1965

Was ist ein Zoo und wozu brauchen wir einen Zoo? Nach der EU-Zoorichtlinie gelten in Deutschland als Zoos: dauerhafte Einrichtungen, in denen lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden. Nicht als Zoo gelten Zirkusse, Tierhandlungen und Gehege zur Haltung von nicht mehr als fünf Arten von Schalenwild, das im Bundesjagdgesetz aufgeführt ist (z.B. Wisent, Elch, Rot-, Dam-, Reh, Gemse, Steinbock,), oder Einrichtungen, in denen nicht mehr als 20 Tiere anderer wild lebender Arten gehalten werden.

Ein Zoo ist eine Bildungseinrichtung, die den Besuchern Kenntnisse von der Vielfalt der Tierwelt und Einsichten in biologische und ökologische Zusammenhänge vermitteln soll. Für viele Menschen ist der Zoo heute die einzige Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit Tieren. Die zoopädagogischen Abteilungen arbeiten mit Schulen, Universitäten, Kitas und anderen Bildungseinrichtungen zusammen.

 Erlebniswelt und Bildungseinrichtung

Der Tierpark Herborn betreibt aktiven Natur- und Artenschutz. Wir tragen unseren Teil dazu bei, von der Ausrottung bedrohte Tierarten im Rahmen von nationalen und internationalen Programmen durch koordinierte Nachzucht zu erhalten. Insgesamt gibt es 1440 internationale oder nationale Zuchtbücher und Zuchtprogramme für 850 Arten und Unterarten. Sind entsprechende Lebensräume vorhanden, werden Nachzuchttiere für Auswilderungsprojekte zur Verfügung gestellt. Die Nachzucht nicht gefährdeter Tierarten vermeidet weitgehend den Fang wildlebender Vertreter dieser Arten. Wir stellen unser Fachwissen unterschiedlichsten Gremien zur Verfügung und arbeiten freilandbiologisch mit Naturschutzeinrichtungen zusammen.

 

Wir betreiben und fördern Forschung im Bereich der Tiergartenbiologie (u.a. Zoologie, Ökologie, Physiologie, Ethologie) und Tiermedizin im Rahmen der Möglichkeiten – auch interdisziplinär mit anderen Zoos, Universitäten und ähnlichen Einrichtungen.

„Der Zoo ist eine Stätte der Erholung und Freizeitgestaltung. Er soll möglichst für alle Besucher attraktiv sein und Erholung und Bildung miteinander in Einklang bringen. Die Bedürfnisse der Tiere und die der Besucher sollen soweit als möglich aufeinander abgestimmt werden.“ (SALZERT, W. 2010)

Natürlich sollen unsere Besucher sich auch einfach bei uns wohlfühlen und  in unserer kleinen Oase vom oftmals stressigen Alltag erholen können.